Matcha Protein Pulver im Test 🧋
Der Matcha-Hype ist real – und jetzt gibt’s das grüne Pulver auch als Protein-Version! Aber lohnt sich der Trend wirklich oder ist es nur was für die TikTok-Ästhetik? Ich hab’s genau wissen wollen und in den letzten Monaten fast jedes verfügbare Matcha Protein auf dem Markt getestet. Die Versprechen klingen verlockend.. Protein-Boost plus Koffein-Kick plus antioxidative Wirkung des Matchas – alles in einem Drink.
Protein Matcha nur Hype oder echt gut?
Echter Alleskönner oder doch nur ein TikTok-Hype? Ich wollte es genau wissen und habe in den letzten Monaten fast jedes verfügbare Matcha-Proteinpulver auf dem Markt getestet. Die Versprechen klingen verlockend: Protein-Boost für die Muskeln plus Koffein-Kick für den Fokus plus antioxidative Wirkung des Matcha – alles in einem Drink. Klingt fast zu schön, um wahr zu sein, oder? In diesem Artikel erfährst du, ob sich der Trend rund um Protein Matcha wirklich lohnt, welche Produkte im Test überzeugen konnten und worauf du achten musst.
Die besten Matcha-Proteinpulver im Vergleich
Bevor wir ins Detail gehen, hier ein kurzer Überblick über die getesteten Matcha-Proteinpulver und meine Bewertung jedes Produkts. (Hinweis: Alle sind vegan, außer das Produkt von More Nutrition – dieses basiert auf Whey/Kasein.)
Produkt (Matcha Proteinpulver) | Hersteller | Bewertung |
---|---|---|
Veganes Proteinpulver Matcha Latte | Nutri+ | 86/100 (Top) |
Protein Iced Matcha Latte | More Nutrition | 80/100 |
Vegan Protein Matcha-Latte | Vetain (Bio) | 79/100 |
Matcha Protein Smoothie | XXL Nutrition | 78/100 |
Morning Fuel Vanille Matcha Shake | Alpha Foods | 78/100 |
ALLVEGAN Protein Iced Coconut Matcha | fayn | 75/100 |
Matcha Timeout (Slim Shake) | Shape Republic (Meal Replacement) | 75/100 |
Hinweis: Die Bewertungen spiegeln meinen Gesamteindruck wider und berücksichtigen Nährwerte, Preis-Leistung, Geschmack und Zusatznutzen. Im nächsten Abschnitt gehe ich nicht auf jedes Produkt einzeln ein (Details findet ihr in verlinkten Produktseiten), sondern beleuchte generell, was Protein Matcha wirklich kann – und wo nicht.


Was ist Matcha-Proteinpulver überhaupt?
Matcha-Proteinpulver ist – wenig überraschend – ein Eiweißpulver, das mit Matcha-Grüntee angereichert wurde. Matcha ist fein pulverisierter grüner Tee aus Japan und gilt als einer der reichhaltigsten Antioxidantien-Lieferanten überhaupt. Im Gegensatz zu normalem Grüntee wird beim Matcha das ganze Teeblatt konsumiert, was eine bis zu zehnfach höhere Konzentration an Polyphenolen und anderen bioaktiven Substanzen liefert. Diese speziellen Proteinpulver kombinieren also die Vorteile eines Proteinshakes (Muskelaufbau, Regeneration) mit den Benefits von Matcha (Koffein, Antioxidantien, L-Theanin).
Kurz erklärt: Ein Scoop Protein Matcha enthält typischerweise eine Basis aus pflanzlichem Protein (z.B. Erbsen-, Soja-, Reisprotein) oder Molkenprotein, je nach Produkt, und dazu eine Portion echtes Matcha-Pulver. Dadurch bekommt der Shake seine charakteristische grünliche Farbe und einen milden Teegeschmack – sofern genügend Matcha drin ist.
Die Kombination ist insbesondere für folgende Einsatzzwecke interessant:
- Morgens als Frühstücksshake: Durch das Matcha-Koffein wirkt der Shake anregend und ersetzt manchen die Tasse Kaffee. Gleichzeitig liefert das Protein Sättigung und Nährstoffe für einen guten Start in den Tag.
- Vor dem Training: Als Pre-Workout-Shake kann Protein Matcha einen Fokus-Boost geben. Das Koffein macht wach, L-Theanin aus dem Matcha sorgt für einen “sanften” Energieschub ohne Nervosität, und das Protein stellt Baustoff für die Muskeln bereit.
- Als Snack zwischendurch: Für den kleinen Hunger am Nachmittag bietet ein Matcha-Proteindrink sowohl etwas Süßes (ohne echten Zucker) als auch einen leichten Energiekick, um dem Mittagstief entgegenzuwirken.
Wichtig: Trotz aller trendigen Aufmachung bleibt ein Matcha-Proteinpulver in erster Linie ein Nahrungsergänzungsmittel. Es ist kein Wundermittel, das eine schlechte Ernährung ausgleicht. Wer sich davon Wunder in Sachen Gesundheit oder Fettabbau verspricht, den muss ich bremsen – dazu später mehr.
Was bringt Matcha im Shake?
Die Hersteller werben damit, dass Matcha dem Proteinshake zusätzliche Funktionen verleiht. Schauen wir uns die wichtigsten Versprechen an:
- 💡 Energielieferant durch Koffein: Matcha enthält natürliches Koffein. Pro Portion kann ein Matcha-Proteinpulver je nach Dosierung etwa zwischen 30 mg und 80+ mg Koffein liefern. Zum Vergleich: 30 mg entsprechen etwa einer schwachen Tasse grünem Tee, 80 mg kommen schon in die Nähe eines doppelten Espresso. In meinem Test fiel der Koffeingehalt sehr unterschiedlich aus. Beispielsweise enthielt der Testsieger (Protein Matcha von Nutri+) pro 30g-Portion nur ca. 32 mg Koffein, während fayn’s Matcha-Shake stolze 84 mg pro Portion liefert. Sprich: Bei manchen Produkten steht Matcha eher als Aroma drauf, bei anderen als echter Wachmacher. Wer empfindlich auf Koffein reagiert, sollte also unbedingt auf die Angaben schauen. Positiv am Matcha-Koffein ist die oft beschriebene “sanfte” Wirkung: Dank der Aminosäure L-Theanin wird das Koffein langsamer freigesetzt, man bekommt Energie, aber ohne die Spitzen und Tiefen wie beim Kaffee. Dennoch gilt: Abends vor dem Schlafengehen sollte man auch einen Matcha-Proteindrink besser weglassen, um den Schlaf nicht zu stören.
- 🛡️ Antioxidative Wirkung: Matcha ist reich an Catechinen, vor allem EGCG, einem Antioxidans, dem zahlreiche gesundheitliche Vorteile zugeschrieben werden. Ein hochwertiges Matcha-Pulver kann das antioxative Potential deines Shakes deutlich erhöhen. In der Theorie helfen Antioxidantien, Zellschäden durch freie Radikale zu vermindern und können langfristig das Risiko für bestimmte Krankheiten senken. Allerdings muss man realistisch bleiben: Die Menge Matcha in einer Shake-Portion (oft ~1–2 Gramm) ist überschaubar. Es ist nicht so, dass du mit einem Protein-Matcha gleich alle gesundheitlichen Probleme erschlägst. Dennoch – “Kleinvieh macht auch Mist”: Als Bonus zur sonstigen Ernährung sind die zusätzlichen Polyphenole nett mitzunehmen. Vor allem aber macht es einfach ein gutes Gefühl, wenn der Proteinshake nicht nur Eiweiß liefert, sondern auch noch etwas für die Gesundheit tut.
- 🔥 Stoffwechsel und Diät-Unterstützung: Grüntee-Extrakte sind ein gängiger Bestandteil von Fatburner-Pillen, weil Studien Hinweise auf einen minimal erhöhten Kalorienverbrauch zeigen. Tatsächlich deuten einige Untersuchungen darauf hin, dass Grüntee/Catechine in Kombination mit Koffein den Stoffwechsel leicht ankurbeln und beim Abnehmen unterstützen können. Betonen möchte ich hier leicht: Ohne ein Kaloriendefizit und Sport wird kein Matcha der Welt Fett schmelzen lassen. Aber als Teil eines Abnehmplans (so wie Shape Republic es als Mahlzeitersatz propagiert) kann das Matcha im Shake durchaus helfen, ein Kaloriendefizit etwas angenehmer zu gestalten – z.B. indem es Energie gibt, ein wenig den Appetit zügelt und vielleicht 1–2% mehr Kalorien verbrennen lässt. Das sind keine Wunder, aber nice to have. Apropos Appetit: Ein Produkt (das Protein Iced Matcha Latte von More Nutrition) enthält zusätzlich Glucomannan, einen Ballaststoff, der im Magen aufquillt und für Sättigung sorgt – hier zielt man also klar auf die Diät-Community.
Unterm Strich bieten Matcha-Proteinpulver also tatsächlich mehr Funktionen als ein gewöhnlicher Proteinshake. Für Leute, die sowieso täglich grünen Tee oder Matcha trinken, ist es ein genialer Zwei-in-Eins-Kombo. Aber man sollte nicht erwarten, dass plötzlich Muskeln doppelt so schnell wachsen oder die Pfunde von allein purzeln – so einfach ist es dann doch nicht.
Wichtig: Qualität des Matchas spielt eine Rolle. Günstige Pulver nutzen eventuell nur Aroma oder minderwertigen Matcha. Hochwertiger, bio-zertifizierter Matcha enthält mehr Wirkstoffe und ist frei von Schadstoffen. Achte am besten auf Hinweise wie “Bio-Matcha aus Japan” und ob der Hersteller auf Schwermetalle/Pestizide testet. Matcha kann nämlich Spuren von z.B. Blei enthalten, wenn er aus belasteten Böden stammt. In meinem Testfeld haben z.B. Vetain und fayn ausdrücklich auf Qualitäts-Matcha gesetzt. Qualität hat aber ihren Preis – dazu kommen wir jetzt.
Ein Blick auf Nährwerte und Inhaltsstoffe (nicht alle Matcha-Shakes sind gleich)
Ein großer Aha-Moment meines Tests: Matcha-Proteinpulver ist nicht gleich Matcha-Proteinpulver. Die Produkte unterscheiden sich teils drastisch in ihrer Zusammensetzung und Zielsetzung. Hier einige der wichtigsten Unterschiede, die mir aufgefallen sind:
- Proteingehalt: Wer primär ein Proteinpulver will, sollte die Nährwerttabelle genau anschauen. Die Spanne reichte in meinem Test von über 75% Protein bis runter zu ~50% Protein im Pulver. Die höchsten Werte hatte das Nutri+ Matcha Latte mit ~76g Protein pro 100g – ein echter Eiweiß-Bomber, kaum von einem normalen veganen Mehrkomponenten-Protein zu unterscheiden. Am niedrigsten war der Proteingehalt interessanterweise beim Shape Republic “Matcha Timeout”, einem Slim Shake, der nur etwa 48% Protein enthält (pro Portion ~14g Eiweiß bei 30g Pulver). Warum so wenig? Weil Shape Republic das Produkt als Mahlzeitersatz konzipiert: Da sind zusätzlich Hafermehl, Vitamine, Mineralien etc. drin, um eine komplette Mahlzeit zu simulieren – dadurch sinkt natürlich der Proteinanteil. Für jemanden, der hauptsächlich Eiweiß will, ist so ein Slim Shake weniger geeignet. Andere, wie XXL Nutrition’s Matcha Smoothie, haben um die 65% Protein, weil sie relativ viel echtes Matcha (ca. 20% vom Pulver) reintun und dafür etwas Eiweiß opfern. Entscheide also: Willst du maximal Protein -> dann greif zu einem Produkt mit >75% Eiweiß. Oder ist dir ein funktionaler Shake lieber, der auch Kohlenhydrate, Superfoods etc. liefert -> dann ist ein “All-in-One”-Shake okay.
- Matcha-Dosierung: Wie schon erwähnt, variiert die Menge an echtem Matcha beträchtlich. Leider geben nicht alle Hersteller das offen an. Aber ein Indikator kann der Koffeingehalt sein (wenn deklariert) oder die Stellung von Matcha in der Zutatenliste. XXL Nutrition wirbt offen damit, 4g Matcha pro 20g Shake zu verwenden – das erklärt den vergleichsweise niedrigen Proteinanteil, bringt aber echten Teegeschmack und viel Koffein. Fayn und More Nutrition scheinen ebenfalls einen ordentlichen Anteil reinzupacken (Koffein ~80mg). Bei Nutri+ hingegen steht Matcha eher weiter hinten; es schmeckt auch deutlich milder nach Grüntee und ballert weniger – da liegt der Fokus auf Proteinmenge. Hier musst du für dich entscheiden: Willst du wirklich den vollen Matcha-Effekt? Dann nimm ein Produkt, das nicht am Matcha spart (auch wenn es etwas weniger Eiweiß liefert). Wenn dir jedoch der Matcha eher aus Geschmacksgag reicht, greif zu den Varianten mit höherem Protein und dezenter Teenote.
- Basis: Vegan oder Whey: Die meisten Matcha-Shakes auf dem Markt sind interessanterweise vegan. Vermutlich spricht Matcha als Zutat ohnehin eher die health-conscious Zielgruppe an, die oft pflanzliche Proteine bevorzugt. In meinem Test waren bis auf More Nutrition alle Produkte vegan (Soja, Erbse, Reis, etc.). More Nutrition setzt auf ein Whey-Casein-Mix mit etwas Matcha – für Nicht-Veganer geschmacklich eine Option, da Molkenprotein neutraler schmeckt als manche Erbsenprotein-Mischung. Fayn bietet sogar beide Varianten an: AllWhey und AllVegan in der Geschmacksrichtung Iced Coconut Matcha. Geschmacklich konnte ich zwischen vegan und whey im Matcha-Kontext keine riesigen Unterschiede feststellen – der Matcha-Geschmack dominiert ohnehin leicht bitter/herb, sodass der typische “Milchgeschmack” von Whey kaum durchkommt. Veganer haben also durchaus Glück: Ihr verpasst hier nichts.
- Zusätze & Besonderheiten: Jedes Produkt hat so seine USP (Unique Selling Proposition): Vetain wirbt mit 100% Bio-Zutaten und Nachhaltigkeit, kostet dafür aber ~1,50€ pro Shake – fast doppelt so viel wie manch anderes. More Nutrition hat, wie gesagt, Glucomannan (Ballaststoff) für mehr Sättigung und verkauft seinen Matcha-Latte-Shake auch als Sommer-Diät-Drink. Shape Republic packt viele Vitamine und Mineralien rein, damit es als Mahlzeitersatz den gesetzlichen Vorgaben entspricht (daher “vollwertige Mahlzeit in einem Shake”). Alpha Foods nennt seinen Shake bezeichnenderweise “Morning Fuel – morgens satt & gesund”: Hier sind z.B. Algen, Spinat, Gerstengras etc. mit verarbeitet – es ist also mehr ein grüner Smoothie mit Proteinen als ein reines Proteinpulver. Das schlägt sich auch im Geschmack nieder (mehr “Greens”-Note). Und fayn schließlich hat durch die Kokosmilchpulver-Komponente einen ganz eigenen, tropisch-süßen Dreh im Geschmack. Diese Unterschiede erklären, warum ich bei der Bewertung eher Äpfel mit Birnen verglichen habe – jede Marke hatte ein etwas anderes Konzept. Letztlich habe ich für die Punktevergabe dennoch v.a. objektive Kriterien wie Proteinmenge, Preis pro 100g Protein, aber auch meinen subjektiven Geschmack berücksichtigt.
Schau genau hin, was du eigentlich haben willst. Wenn es dir nur um Eiweiß und etwas Abwechslung im Geschmack geht, bist du mit einem simpleren Matcha-Proteinpulver (hoher Proteinanteil, moderater Matcha-Gehalt) gut bedient – und sparst evtl. Geld. Suchst du hingegen einen echten Functional Food Shake, der dir Frühstück, Kaffee und Vitaminsupplement in einem liefert, dann greif zu den All-in-One-Mixen (aber erwarte keinen reinen Protein-Protz). Und wie immer: Die Inhaltsstoffliste lesen schützt vor Überraschungen. Nicht, dass du am Ende denkst, du trinkst ein Fitness-Produkt, dabei ist es eher ein halber Ersatzkaffee mit bisschen Eiweiß. 😉
Geschmack und Löslichkeit (welches Protein Matcha überzeugt?)
Kommen wir zu dem Punkt, der viele am meisten interessiert: Wie schmeckt das Ganze überhaupt? Matcha an sich hat einen sehr eigenen Geschmack – oft beschrieben als “grasig, leicht bitter, mit subtiler Süße und Umami-Note”. Nicht jeder ist Fan davon, vor allem nicht in Kombination mit etwas Milchigem. Ich selbst liebe Matcha, aber ich kenne genug Leute, die bei einem Matcha Latte das Gesicht verziehen.
Die Herausforderung für die Hersteller besteht darin, den Erd-Geschmack der pflanzlichen Proteine (falls vegan) und die herbe Note des Matchas so zu balancieren, dass ein leckeres Getränk entsteht. Um es kurz zu machen: Es ist nicht allen gelungen. 😅
Ein paar Erkenntnisse aus meinem ausgiebigen Probieren der Shakes:
- Süße und Aromen: Fast alle Produkte sind mit Süßstoffen (Sucralose, Stevia etc.) gesüßt, da sie ja zuckerfrei bleiben sollen. Die Süßegrade unterscheiden sich aber. Einige fand ich übertrieben süß – z.B. More Nutrition’s Matcha Latte ist sehr süß und leicht vanillig, was den Matcha-Geschmack fast überdeckt. Andere, wie Vetain, waren dezenter gesüßt und ließen mehr von der natürlichen Matcha-Herbe durch. Fayn’s Coconut Matcha wiederum hat durch das echte Kokosnussmilchpulver eine angenehme, natürliche Süße und cremige Note, die den Matcha super ergänzt – diese Kombi aus Kokos & Grüntee fand ich überraschend gut ausbalanciert. Generell passen Matcha und Kokos, Vanille oder weiße Schokolade hervorragend zusammen – nicht umsonst setzen mehrere Hersteller auf solche Geschmackspartner.
- Matcha-Intensität: Wie deutlich der Matcha herauskommt, hängt logischerweise von der Dosierung ab. Beim Nutri+ Shake musste ich schon sagen: “Ja, da ist ein Hauch Matcha… vielleicht.” Es schmeckte primär wie ein normaler Vanille-Proteindrink mit minimaler Tee-Note im Abgang. Für Matcha-Einsteiger mag das ideal sein, Hardcore-Fans wird es enttäuschen. Der krasseste Grüntee-Geschmack war (wenig überraschend) bei XXL Nutrition und fayn vorhanden – hier schmeckt der Shake tatsächlich wie ein gekühlter Matcha Latte mit leichter Süße. Ich fand das super, aber im Bekanntenkreis gab es auch Stimmen à la “schmeckt wie flüssiger Spinat”. 😅 Also Geschmackssache! More Nutrition lag irgendwo in der Mitte, es schmeckt wie ein süßer Eiskaffee-Ersatz mit grüner Tee-Note. Shape Republic’s Slim Shake wiederum schmeckt eher wie ein Vanille-Slim-Fast-Shake mit ganz leichter Grüntee-Note, also sehr massentauglich und nicht aufdringlich nach Tee.
- Löslichkeit & Konsistenz: Erfreulicherweise hatten keine der getesteten Pulvern gravierende Probleme mit Klumpen. Alle Shakes ließen sich im Shaker mit kalter (Pflanzen-)Milch gut auflösen. Matcha selbst neigt ja dazu, sich abzusetzen, aber in Kombination mit den Proteinen blieb das Getränk relativ homogen. Die veganen Pulver sind teils etwas dicker in der Konsistenz (durch die Pflanzenproteine und ggf. Ballaststoffe). Z.B. Vetain und Shape ergaben ein eher dickflüssiges Shake-Erlebnis, fast wie ein dünner Smoothie – was aber durchaus angenehm war und satt macht. Mit Wasser gemischt werden die meisten etwas dünner und weniger cremig; viele schmecken mit (pflanzlicher) Milch deutlich besser (Alpha Foods empfiehlt z.B. Kokosdrink für den besten Geschmack). Wichtig: Kein heißes Wasser verwenden! Ich habe testweise mal einen Scoop mit heißem Wasser übergossen – großer Fehler. Das Protein gerinnt teilweise und vor allem das feine Matcha-Aroma geht kaputt. Also immer kalt oder max. lauwarm genießen, am besten wie einen Iced Latte shaken.
- Nachgeschmack: Bei manchen veganen Proteins hat man einen etwas erdigen oder “erbsigen” Nachgeschmack. Dank der starken Matcha-Note war das hier kaum ein Thema. Eher bleibt ein leichter Matcha-Bitterton im Mund. Den kriegst du aber leicht weg, wenn du – wie ich oft – den Shake mit ein paar Eiswürfeln und einem Schluck Hafermilch mixt; die Kälte und Cremigkeit mildert den Nachgeschmack. Insgesamt fand ich keinen Nachgeschmack unangenehm, kein Vergleich zu manch künstlich schmeckenden Billig-Proteinshakes. Die schlimmste Erfahrung war noch, dass More Nutrition’s Variante einen minimalen “Kratzefaktor” im Hals hatte – vermutlich vom feinen Teepulver und der hohen Süße, die Kombi fühlte sich für mich etwas scharf im Rachen an. Aber das ist Nörgeln auf hohem Niveau.
Mein Geschmackssieger: Überrascht hat mich tatsächlich fayn’s ALLVEGAN Coconut Matcha – der leichte Kokosmilch-Geschmack zusammen mit dem echten Matcha ergibt ein besonderes, nicht zu süßes Erlebnis. Droptime.de fasst es treffend zusammen: “Beide liefern solide Werte – doch geschmacklich bringt der fayn iced coconut matcha mit seinem Kokos-Twist das gewisse Etwas mit!”. Wer es klassischer mag, wird aber auch mit Nutri+ oder More Nutrition glücklich, die eher an einen milchigen Vanille-Matcha-Latte erinnern. Enttäuscht hat mich geschmacklich eigentlich kein Produkt total – solange man Matcha an sich mag. Wenn du Grüntee partout nicht ausstehen kannst, wirst du auch diese Shakes nicht lieben, egal wie sehr man versucht hat, sie mit Vanille oder Süße abzurunden. Das sollte klar sein. 😉
3 Tipps, wie du das Beste aus Protein-Matcha herausholst
Zum Abschluss meiner Geschmackserfahrungen hier noch ein paar praktische Tipps, damit dein Matcha-Proteinshake zum Genuss wird und nicht im Ausguss landet:
- Tipp 1: Nicht auf nüchternen Magen, wenn du empfindlich auf Koffein reagierst. Die ~80 mg Koffein mancher Shakes können sonst Herzklopfen oder Magengrummeln verursachen. Besser vorher eine Kleinigkeit essen oder den Shake als Frühstück mit etwas Hafermilch trinken, dann verträgst du ihn gut.
- Tipp 2: Verwende kalte (Pflanzen-)Milch oder einen Pflanzendrink statt Wasser. Mit Hafer-, Mandel- oder Kokosmilch wird der Shake cremiger und der Geschmack runder. Gerade Kokosdrink passt perfekt zu Matcha und intensiviert das Latte-Feeling. Eiskalt mit ein paar Eiswürfeln schmeckt es vielen am besten – quasi ein Protein Iced Matcha Latte.
- Tipp 3: Keine heißen Flüssigkeiten zum Anrühren! Wie oben erwähnt, zerstört heißes Wasser das feine Matcha-Aroma und kann auch die Proteine klumpen lassen. Wenn du einen “Matcha Latte”-Effekt möchtest, bereite den Shake normal kalt zu und gib am Ende einen Schuss warmen (nicht kochenden) Pflanzendrink dazu. So bleibt alles gut löslich und das Aroma erhalten.
Mit diesen Tricks habe ich persönlich das Optimum aus den Produkten herausgeholt. Ein bisschen Experimentieren schadet aber nie – manche mixen ihren Matcha-Proteinshake auch gern mit Banane im Mixer oder rühren ihn ins Müsli ein. Hier gilt: erlaubt ist, was schmeckt!
Lohnt sich der Trend um Protein Matcha? – Mein Fazit
Also, was ist nun mein abschließendes Urteil? Ist Protein Matcha ein Kauf wert oder nur etwas für die Instagram-/TikTok-Ästhetik?
Nach meinem ausgiebigen Test würde ich sagen: Es lohnt sich bedingt. Wenn du ein echter Matcha-Liebhaber bist und zugleich Proteinshakes zu deinem Alltag gehören, dann wirst du an diesen Produkten vermutlich viel Freude haben. Es ist einfach praktisch, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen – morgens den Proteinbedarf decken und dennoch nicht auf den geliebten grünen Muntermacher verzichten zu müssen. Auch wer mal was Neues ausprobieren will und den standard Vanille/Schoko-Whey über hat, findet in Matcha-Shakes eine spannende Abwechslung.
Für deinen Muskelaufbau bringt das bisschen Matcha keinen Vorteil gegenüber einem normalen Proteinpulver. Für deine Gesundheit wäre es vermutlich genauso vorteilhaft (oder sogar mehr), einen separaten guten Grüntee zu trinken und ein hochwertiges Proteinpulver pur zu nehmen – nur halt nicht so „instagrammable“. 😉 Viele der tollen Versprechen der Hersteller (Antioxidantien! Fettverbrennung! Fokus den ganzen Tag!) sind marketingtechnisch aufgeblasen. Ja, Matcha hat nachweislich gesunde Inhaltsstoffe und kann z.B. im Rahmen einer Diät leicht unterstützen – aber das sind alles Zusatznutzen, die man nicht überbewerten sollte.
Kritisch betrachtet: Man zahlt für diese Spezialmischungen oft einen Aufpreis. Wenn ein kg normales Protein ~20-25€ kostet, liegen manche Matcha-Proteine bei 30-50€ pro kg. Du bezahlst also die Idee und die oft aufwändigere Herstellung (Bio-Matcha ist teuer). Wer knapp bei Kasse ist, fährt vielleicht besser, sich Matcha-Pulver separat zu kaufen und ab und zu einen Löffel ins Standard-Protein zu rühren. Das geht nämlich auch – ich habe es getestet mit einem Vanille-Eiweißpulver und einem Teelöffel hochwertigem Matcha: Es schmeckt ziemlich ähnlich! Allerdings kriegt man die Mischung nie so fein hin und oft klumpt der pure Matcha etwas, wenn man es nicht gut aufschlägt. Die fertig kombinierten Produkte sind da schon bequemer und konsistenter in Ergebnis.
Positiv möchte ich hervorheben, dass in meinem Test KEIN Produkt kompletter Schrott war. Ich hatte erwartet, mindestens ein, zwei Pulver würden grausig künstlich schmecken oder überhaupt nicht nach Matcha. Dem war nicht so. Selbst das letztplatzierte Shape Republic Matcha Timeout hat durchaus gut geschmeckt – es hatte lediglich in der Kategorie Proteinpulver weniger zu suchen, weil es mehr ein Diät-Mahlzeitenersatz ist. Aber seine Zielgruppe (Frauen, die einen Abnehmshake wollen) wird wahrscheinlich zufrieden sein damit.
Meine persönliche Empfehlung nach allem wäre: Nutri+ Vegan Matcha Latte für diejenigen, die Preis-Leistung an erste Stelle setzen. Das Ding liefert pro Shake 22,8g Protein für nur 0,90€, schmeckt ordentlich (wenn auch nicht überragend) und hat exzellente Nährwerte (kaum Fett, wenig Carbs). Hier bekommst du quasi ein normales Proteinpulver mit Bonus. Wenn du jedoch geschmacklich das Besondere suchst, ist mein Favorit wie gesagt fayn’s Coconut Matcha, dicht gefolgt von More Nutrition’s Iced Matcha Latte (vor allem eisgekühlt echt lecker). Diese beiden könnten sogar Skeptiker überzeugen, die sonst mit grünen Shakes nichts anfangen können, weil sie einfach gut abgestimmt sind.
Zum Abschluss noch ein Wort zur Ästhetik: Ja, ein hellgrüner Matcha-Protein-Latte im Glas mit Hafermilchschaum sieht schon schick aus. 😄 Ich habe gemerkt, dass mich das tatsächlich motiviert hat, den Shake bewusst zu genießen. Dieser kleine Wellness-Moment am Morgen kann durchaus einen psychologischen Mehrwert haben – man fühlt sich, als tue man sich etwas Gutes (was ja auch stimmt). Insofern: Wenn dich der Trend anspricht, probiere ruhig einen der Top-Kandidaten aus. Es ist definitiv kein kompletter Scam (wie manch anderes in der Supplement-Welt, hust), sondern eine sinnvolle Kombi bestehender Dinge. Aber erwarte keine Wunderdinge. Am Ende ist es „nur“ Proteinpulver mit grünem Tee drin – allerdings ziemlich cooles. 😎
In diesem Sinne: Protein Matcha ist für mich mehr als nur TikTok-Ästhetik, aber auch kein unerlässlicher Game-Changer. Wer’s mag, der mag’s sehr. Und alle anderen greifen halt weiter zu Kaffee und Proteinshake getrennt – klappt auch. Hauptsache, du findest etwas, das dich konstant auf deinem Fitness-/Gesundheits-Ziel hält. Denn Beständigkeit schlägt jeden Trend. In diesem Fall hatte der Trend aber genug Substanz, dass ich ihn wohl in meine Routine aufnehme – mein nächster Eiskaffee wird jedenfalls ein selbstgemixter Iced Matcha Protein Latte sein. 🥤👍
Too long, didn't read
Matcha-Proteinpulver bieten eine spannende Fusion aus Eiweißshake und grünem Tee. Sie liefern solide Proteindosierungen und einen sanften Koffeinschub plus Antioxidantien. Für Matcha-Fans ein absoluter Genuss und praktischer Allrounder. Für alle anderen eher ein nice-to-have Gimmick, das man nicht unbedingt braucht. Geschmacklich variieren sie stark – vom dezenten Vanilla-Matcha bis zum kräftigen Kokos-Matcha ist alles dabei. Unterm Strich kein Must-Have für den Muskelaufbau, aber eine durchaus gelungene Innovation, die kritische Genießer mit einer Schwäche für Matcha durchaus überzeugen kann.
Probier’s aus, wenn dich die Kombination reizt – einen Versuch ist es wert!